Die Pläne der Türkei, ein Kernenergieprogramm zu lancieren, sind ein Schritt in die richtige Richtung, um eine kohlenstoffarme Wirtschaft aufzubauen. Dies ist das Fazit der Länderstudie «Energy Policies of IEA-Countries – Turkey 2009», die die Internationale Energieagentur (IEA) am 23. Juli 2010 in Ankara vorgestellt hat.
Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat am 27. Juli 2010 die Neuordnung des Kernenergiesektors angekündigt. Damit will er die Atomwirtschaft – ein strategisches Element der Energie- und Wirtschaftspolitik Frankreichs – stärken.
Am 23. Juli 2010 haben die beiden japanischen Firmen Toshiba Corporation und IHI Corporation einen Vertrag zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens unterzeichnet. Es soll für den in- und ausländischen Markt für Dampfturbinenteile zu Verwendung in Kernkraftwerken herstellen.
Im britischen Nuklearkomplex Sellafield soll in der Anlage zur Herstellung von Uran-Plutonium-Mischoxid-Brennelementen (Mox)– der Sellafield Mox Plant (SMP) – eine neue Fertigungslinie gebaut werden. Weiter hat die Sellafield Ltd. einen Vertragspartner für die Konzeption einer Anlage zur Behandlung von hochaktiven flüssigen Abfällen verpflichtet.
Die Horizon Nuclear Power Ltd. hat mit der Frazer-Nash, einem britischen Ingenieur-Beratungsunternehmen, am 16. Juli 2010 einen Rahmenvertrag über fünf Jahre abgeschlossen und ihr drei bedeutende Auftragspakete zugeteilt.
Die französische Areva-Gruppe plant, in der kanadischen Provinz New Brunswick im Rahmen eines Projekts für saubere Energieformen ein Kernkraftwerk zu bauen, und hat am 8. Juli 2010 eine Absichtserklärung mit lokalen Behördenvertreter sowie dem Energieversorger New Brunswick Power unterzeichnet.
Bereits im Wahlkampf hatte Barack Obama versprochen, in der Energiepolitik eine Wende herbeizuführen, eine Wende hin zu sauberen Energien, inklusive Kernenergie. Die Ölkatastrophe am Golf von Mexiko bestärkt den US-Präsidenten, sein Versprechen wahr zu machen. Die Planung und Realisierung neuer Kernkraftwerke sollte somit in den USA beschleunigt werden. Kernenergie ist für Obama eine saubere Alternative – jetzt erst recht.
Seit mehreren Jahren weist die Internationale Energieagentur (IEA) darauf hin, dass es einer Energie-Revolution bedarf, die sich weitgehend auf die Einführung CO2-armer Technologien stützen muss, um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Erste Anzeichen einer solchen Revolution seien erkennbar, proklamiert die IEA in den «Energietechnologischen Perspektiven 2010» (ETP 2010).
Die Stromversorgung in Europa muss zur Erreichung von Klimaschutzzielen und Versorgungssicherheit weiterhin alle Energieträger – Kohle und Erdgas, erneuerbare Energien sowie Kernenergie – mit einbeziehen. Dies ist das Fazit einer Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats des europäischen technischen Fachverbandes für die Strom- und Wärmeerzeugung VGB PowerTech e.V.
Die Babcock & Wilcox Nuclear Energy, Inc. (B&W NE) und die Bechtel Power Corporation sind am 14. Juli 2010 eine Partnerschaft eingegangen, um weltweit die ersten kleinen Kernreaktorsysteme der Generation III++ kommerziell zu entwickeln, zu lizenzieren und zu betreiben.
The Shaw Group, die Toshiba Corporation und die Exelon Nuclear Partners haben am 12. Juli 2010 ein Partnerschaftsabkommen geschlossen, um mögliche Kernkraftwerksneubau-Projekte in Saudi-Arabien zu verfolgen.