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Corina Eichenberger, neue Präsidentin des Nuklearforums Schweiz:

«Grabenkämpfe um Kernenergie sind von vorgestern» 

(Bern, 13. Mai 2009) Die neue Präsidentin des Nuklearforums Schweiz heisst Corina Eichenberger. Anlässlich ihrer Wahl an der Jahresversammlung des Nuklearforums am Mittwoch in Böttstein AG sprach sich die Aargauer FDP-Nationalrätin für die Entkrampfung der Stromdebatte aus. Das Nuklearforum Schweiz unterstützt als wissenschaftlich-technische Fachorganisation seit über 50 Jahren die friedliche Nutzung der Kernenergie.

«Strom ist ein wertvolles Produkt. Wir müssen haushälterisch mit ihm umgehen, aber auch den Bedarf unseres Landes zuverlässig, umweltschonend und kostengünstig decken», erklärte die neue Präsidentin des Nuklearforums Schweiz in ihrer Antrittsrede in Böttstein. Das gehe nur, wenn die Schweiz ohne ideologische Scheuklappen auf den CO2-armen Mix aus Wasserkraft und Kernenergie setze, ergänzt um die neuen erneuerbaren Energien. «Wer die Zukunft meistern will, schreitet vom Entweder-oder zum Sowohl-als-auch. Grabenkämpfe um die Kernenergie sind von vorgestern.»

Die Stimmberechtigten müssten erkennen, dass sie alle Verantwortung tragen, an der Urne wie auch als Stromkonsumentinnen und Stromkonsumenten, mahnte Eichenberger. Heute könne es sich niemand mehr leisten, keine Meinung zum Thema Stromversorgung zu haben. Nötig sei eine sachliche Debatte sowohl über Energieeffizienz und die erneuerbaren Energien, wie auch über die Kernenergie mit ihren klaren Vorteilen bei Ökobilanz, Strompreis und Versorgungssicherheit.

Handlungsbedarf beim Bund

An der Jahresversammlung in Böttstein erinnerte auch der scheidende Präsident Bruno Pellaud daran, dass bei der wissenschaftlichen Gesamtbetrachtung der Ökobilanz – einschliesslich Uranabbau und Entsorgung – klar erkennbar ist: «Die Kernenergie ist so grün wie Wind- und Sonnenenergie». Angesichts der drei im vergangenen Jahr eingereichten Kernkraftwerkprojekte Beznau, Mühleberg und Niederamt sieht Pellaud Handlungsbedarf beim Bund. Zwar sei die neu formierte Aufsichtsbehörde – das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) – für die kommende Herausforderung gut gerüstet. Engpässe seien jedoch beim Bundesamt für Energie (BFE) absehbar. Pellaud fordert daher die Aufstockung des Personals im BFE und die Schaffung geeigneter Strukturen für die zügige Behandlung von Grosskraftwerksprojekten. Pellaud rief den Bundesrat auf, seinem Bekenntnis zur Kernenergie nun auch Taten folgen zu lassen.

Corina Eichenberger wohnt in Kölliken AG und ist als Rechtsanwältin in einem Advokaturbüro in Basel tätig. Im Herbst 2007 wurde sie als Aargauer Freisinnige in den Nationalrat gewählt. Zuvor hatte sie während 14 Jahren dem Grossen Rat des Kantons Aargau angehört, den sie im Jahr 2005/2006 präsidierte. Eichenberger tritt die Nachfolge von Bruno Pellaud an, der nach acht Jahren als Präsident zurücktritt, aber weiterhin im Vorstand des Nuklearforums tätig bleibt.

 

Medienmitteilung (PDF)

 

Kontakt:

Max Rudolph
Media Relations Nuklearforum Schweiz
Tel.: 031 560 36 50
E-Mail: max.rudolph@nuklearforum.ch

www.nuklearforum.ch



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